Aktuelle Ausgabe: Januar 2022

Es gibt in einer Redaktion Tage, an denen ärgert sich der Chefredakteur, während der Chef vom Dienst, der das Erscheinen der ES&T organisieren muss, erleichtert aufatmet. Am Nachmittag des Tages, an dem die Dezember-Ausgabe der ES&T gerade fertig abgenommen und zum Druck freigegeben war, veröffentlichten die Ampel-Koalitionäre ihr Regierungsprogramm. Der Chefredakteur hätte wieder alles umgeschmissen, der Leser hätte länger auf sein Blatt warten müssen und der Chef vom Dienst hätte viel zusätzliche Arbeit gehabt. Aber es war zu spät. So steht die vorliegende Ausgabe im Zeichen des neuen Regierungsprogramms und der neuen Mannschaft. Fünf Artikel ordnen das ein, was zwischen der Druckfreigabe der Dezember-Ausgabe und dem Redaktionsschluss für den Januar geschah – übrigens zeitlich verträglicher für die Nerven der Redaktion.

Dass Kiel eine Stadt mit einer maritimen Tradition ist, wissen wir. Aber wie stark die Stadt mit der Deutschen Marine und der wehrtechnischen Industrie verbunden ist, ist der ES&T eine breitere Betrachtung wert. Es ist eindrucksvoll, was dort geschah und geschieht. Wo immer sich Ähnliches abspielt, bilden wir das gern ab.

Im Jahr 2023 übernimmt die Bundesrepublik Deutschland wieder die Führungsrolle in der NATO-Speerspitze. Sie ist zum Jahresbeginn 2022 von der Türkei auf Frankreich übergegangen. Beim ersten Bericht dazu schauen wir auf den Verband, der 2023 die Leitungsaufgabe übernimmt.

Die Speerspitze steht natürlich auch in dieser kritischen Zeit in besonderer Bereitschaft – die Fristen sind eigens verkürzt worden. ES&T blickt in dieser Ausgabe nicht ausführlich auf den Aufmarsch russischer Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine, sondern auf einen anderen Bereich, mit dem Russland in Europa zündelt: die Energiepolitik. Immer wieder wird demjenigen, der es sehen möchte, vor Augen geführt, wie Interessen auch unterhalb der militärischen Schwelle durchgesetzt werden können.

Da wäre es ja schon gut, wenn in Europa die Zusammenarbeit besser gelänge. Die permanente strukturierte Zusammenarbeit, PESCO, versucht dies immer wieder. Neue Projekte wurden beschlossen – ES&T zieht eine Zwischenbilanz.

Es gilt Abschied zu nehmen und Dank zu sagen. Unser langjähriger Luftwaffen-Redakteur Ulrich Renn hat zum Jahresende seine Tätigkeit für die ES&T aufgegeben. Wir danken ihm sehr für zahlreiche spannende und interessante Artikel, für die Betreuung von Luftwaffenthemen und seine Hinweise darauf, was wir darüber schreiben müssten.

Das ist der Bogen dieser ES&T 1/2022, den die Redaktion für Sie, unsere Leser, gespannt hat.

Ihr

Rolf Clement, Chefredakteur

Themen der Ausgabe

Im FOKUS: Der Regierungswechsel

  • Mehr Fortschritt wagen – auch bei der Verteidigung? Der Koalitionsvertrag der Berliner „Ampel-Koalition“ enthält überraschend klare Festlegungen (Wolfgang Labuhn)
  • Chancen und Risiken. Sind in der Ampel-Sicherheitspolitik Flügelkämpfe programmiert? (Rolf Clement)
  • Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie am Beginn der 20. Legislaturperiode. Aussichten und Erwartungen (Hans C. Atzpodien)
  • Alles auf Stopp. Was vom Eckpunktepapier Kramp-Karrenbauer/Zorn übrig blieb (Rolf Clement)

Themen der Ausgabe:

  • Die europäische Gaskrise und die manipulative Rolle Russlands (Frank Umbach)
  • Wer will wirklich verhandeln? Atomabkommen mit dem Iran (Peter Philipp)
  • Heusgen folgt auf Ischinger. Münchner Sicherheitskonferenz (Rolf Clement)
  • Weitere 14 PESCO-Projekte verabschiedet (Ole Henckel)
  • Kiel – ein dominanter Bundeswehr- und Rüstungsindustriestandort (Dieter Hanel)
  • Bundeswehr wieder in Bereitschaft. NATO-Speerspitze 2023 (Renzo Di Leo)
  • Das Klinisch-Medizinische System im Einsatz. Meilenstein und Enabler in der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung im Einsatz (Christoph Otto)
  • Bundeswehr gewinnt zu wenig Personal. Ein Blick auf die Marine (Hans Uwe Mergener)
  • Ausbildung und Übung im Winterkampf (Markus Schubert)
  • Führungs- und Waffeneinsatzsystem ADLER III. Sachstand und Fähigkeitsgewinn (Jan Dissemond und Marc Gräfenstein)
  • Weiterentwicklung unbemannter Systeme in der Bundeswehr (Wolfgang Gelpke)
  • Versorgungsreife bei komplexen Landsystemen. Herausforderung für die Zukunft (Sidney E. Dean)
  • F-15EX Eagle II. Neueste Jagdflugzeugvariante der U.S. Air Force (Sidney E. Dean)
  • Nach abgeschlossener Restrukturierung. MBDA Deutschland setzt auf neue Produkte und Partnerschaften (Lars Hoffmann)

Europäische Sicherheit & Technik

Deutschlands führende Monatszeitschrift für Sicherheitspolitik und Wehrtechnik

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hervorgegangen aus

  • Europäische Sicherheit (gegründet 1952)
  • Strategie & Technik (gegründet 1958 als Dienstzeitschrift der Bundeswehr unter dem Titel „Soldat und Technik“)

Europäische Sicherheit & Technik wird auf vertraglicher Grundlage in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung / der Bundeswehr herausgegeben und ist Organ der Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V. (IDLw), der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP) sowie der Clausewitz-Gesellschaft e.V.

Themenfelder:

  • Sicherheitspolitik
  • Entwicklung der Bundeswehr
  • Streitkräfte international
  • Rüstung
  • Waffensysteme und Ausrüstung
  • Wehrtechnik international
  • Wehr- und Sicherheitstechnische Industrie
  • Forschung und Technologie
  • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

Chefredakteur: Rolf Clement

Chef vom Dienst:
Oberstleutnant a.D. Wilhelm Bocklet
Anzeigen und Marketing: Dr. Andreas Himmelsbach, Susanne Sinß, Annika Niehaus, Stephen Barnard und Stephen Elliott

Europäische Sicherheit & Technik im Internet: www.esut.de

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