Aktuelle Ausgabe: November 2020

In diesen Wochen sind Terminkalender besonders volatile Dokumente. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe sollte die Berliner Sicherheitskonferenz, die der Behördenspiegel veranstaltet, noch stattfinden, mit weniger Teilnehmern als sonst, aber immerhin. Partnerland 2020 ist Tschechien. ES&T schaut ein wenig auf die sicherheitspolitische Orientierung des Landes und beschreibt die nächsten Schritte bei der Umrüstung auf NATO-kompatibles Gerät, eine Kärrneraufgabe, die die Ausrüstungspolitik unseres Nachbarlandes nun schon fast 25 Jahre prägt.

 

Nein, wir wissen bei Erscheinen dieser Ausgabe, bei Redaktionsschluss erst recht noch nicht, wer zum Präsidenten der USA für die nächsten vier Jahre gewählt wird. Das wird uns in der Dezember-Ausgabe beschäftigen. Aber eine Konstante der US-Außenpolitik ist die Orientierung in die Pazifik-Region. Nicht nur deswegen, sondern auch, weil es sachlich nötig ist, sich dieser Region zuzuwenden, hat die Bundesregierung eine Pazifik-Strategie aufgeschrieben. ES&T-Autor Frank Umbach sagt, was er davon hält.

Zwei wichtige Rüstungsprojekte wurden in den letzten Wochen abgepfiffen: Das neue Sturmgewehr und der schwere Transporthubschrauber werden erst einmal nicht beschafft, obwohl die Verfahren abgeschlossen waren. Die beiden Fälle liegen natürlich anders, aber gibt es gemeinsame Ursachen? Das ist natürlich ein Thema für uns. Die Spezialkräfte des Heeres stehen in diesem Monat im Blickpunkt der Politiker in Berlin. Werden sie es schaffen, sich aus dem rechten Sumpf, in dem sie verortet wurden, herauszuziehen? Der 30. Oktober war da eine Wegmarke, und was man vor diesem Termin hörte, stimmte zuversichtlich. Da hat man endlich wieder den Blick frei für die eigentliche Aufgabenwahrnehmung der spezialisierten Kräfte, die ja viel mehr als die Spezialkräfte sind.

Eine wichtige Rolle spielte das Kommando Spezialkräfte im Krieg in Bosnien beim Festsetzen der Kriegsverbrecher. Von 1995 bis 2011 waren Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zum Stabilisierungseinsatz in dem Land. Die militärische Bilanz des Einsatzes ist positiv. Trotzdem hat die Bundesregierung das Ende seinerzeit nicht gewürdigt. Dass es politisch 25 Jahre nach dem Friedensabkommen von Dayton immer noch alles andere als gut ist, zeichnet ES&T-Autor Alexander Rhotert nach.

Der Friedensnobelpreis 2020 geht an das Welternährungsprogramm. Wie viel dieses Programm mit Sicherheitspolitik zu tun hat, haben wir im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise 2016 erlebt. Eine Ursache für die damalige Fluchtbewegung war es, dass die Flüchtlingslager im Nahen Osten nicht mehr ausreichend von dieser UN-Institution unterstützt wurden. Es ist richtig, dass diese Organisation so gewürdigt wird, unser Gastkommentator hat dies übernommen.

Eine interne Information: Mit Lars Hoffmann ist ein Kollege in die Redaktion eingetreten, der als Autor ein altbekannter und hoch bewährter Kollege ist. Er wird als stellvertretender Chefredakteur firmieren. Wir freuen uns sehr auf die nun noch engere Zusammenarbeit mit ihm. Willkommen im Team.

Das ist der Bogen dieser ES&T 11/2020, den die Redaktion für Sie, unsere Leser, gespannt hat.

Ihr Rolf Clement, Chef Redakteur

Themen der Ausgabe

Im Fokus: Beschaffungspannen

  • Sturmgewehr-Beschaffung – Die Tücke liegt erneut im Detail (Lars Hoffmann)
  • Sicherheitslandung – Das Vorhaben „Schwerer Transporthubschrauber“ in der Krise (Ulrich Renn)

Weitere Themen:

  • Die neue Indo-Pazifik-Strategie Deutschlands und die militärische Aufrüstung Chinas (Frank Umbach)
  • 25 Jahre nach Kriegsende – Wie Bosnien und Herzegowinas Zukunft aufs Spiel gesetzt wird (Alexander Rhotert)
  • Neuroweapons: Mind Control zur Abwehr von Terroranschlägen durch Islamisten? – Das Wettrüsten um die Kontrolle der Gehirne hat begonnen (Hans Krech)
  • Ankaras langer Arm – Nachrichtendienstliche Aktivitäten der Türkischen Republik (Christian Herrmann)
  • Auf dem Weg in eine neue Zukunft – Die Sicherheitspolitik der Tschechischen Republik (Michał Jarocki)
  • Spezialisierte Kräfte des Heeres mit Erweiterter Grundbefähigung (André Forkert)
  • Taktische Kommunikation (André Forkert)
  • Patriot übt nationalen Objektschutz (Ulrich Rapreger)
  • Das Weiterentwicklungspotenzial des Eurofighters – Einschätzungen zur Long Term Evolution Study (Martin Krumholz)
  • Das Waffensystemunterstützungsteam Kampfflugzeuge (Thomas Biere)
  • Eurodrohne (Philipp Tietz)
  • Vom Geländesandkasten zum Virtual Battlespace (Andrea Neuer)
  • EnergieCamp der Wehrtechnischen Dienststelle 41 – Generischer Prüfstand für neue Technologien (Horst Zils)
  • Das Mehrzweckkampfschiff Klasse 180 (Hans Josef Sperber)
  • Haushaltsentwurf 2021 – Bedarf am Taktischen Luftverteidigungssystem bestätigt (Jürgen Hensel)
  • Die Triton-Erfahrung: Lessons learned (Robbin Laird)
  • Aspekte zu Panzerentwicklungen für die Bundeswehr (Rolf Hilmes)
  • Gefechtsfeldbrücke in der Boxer-Klasse (Gerhard Heiming)
  • Vor 30 Jahren – X-31 – ein amerikanisch-deutsches Projekt (Peter Preylowski)
  • Wehrtechnischer Mittelstand – Quo Vadis in diesen Zeiten? (Nico Scharfe)
  • Elettronica GmbH will mit dem Markt wachsen (Lars Hoffmann)

Europäische Sicherheit & Technik

Deutschlands führende Monatszeitschrift für Sicherheitspolitik und Wehrtechnik

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hervorgegangen aus

  • Europäische Sicherheit (gegründet 1952)
  • Strategie & Technik (gegründet 1958 als Dienstzeitschrift der Bundeswehr unter dem Titel „Soldat und Technik“)

Europäische Sicherheit & Technik wird auf vertraglicher Grundlage in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung / der Bundeswehr herausgegeben und ist Organ der Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V. (IDLw), der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP) sowie der Clausewitz-Gesellschaft e.V.

Themenfelder:

  • Sicherheitspolitik
  • Entwicklung der Bundeswehr
  • Streitkräfte international
  • Rüstung
  • Waffensysteme und Ausrüstung
  • Wehrtechnik international
  • Wehr- und Sicherheitstechnische Industrie
  • Forschung und Technologie
  • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

Chefredakteur: Rolf Clement

Chef vom Dienst:
Oberstleutnant a.D. Wilhelm Bocklet
Anzeigen und Marketing: Stephen Barnard, Stephen Elliott, Waldemar Geiger, Jürgen Hensel und Dr. Andreas Himmelsbach

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